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Westgard-Regeln

Die Westgard-Regeln sind statistische Entscheidungsregeln zur Bewertung interner Qualitätskontrollmessungen. Sie helfen dabei, zufällige und systematische Fehler frühzeitig zu erkennen und fehlerhafte Analyseläufe zu stoppen.

Wichtige Westgard-Regeln

  • 1-2s-Regel (Warnregel):

    Eine Kontrollmessung überschreitet ±2 Standardabweichungen vom Mittelwert.
    → Hinweis auf eine mögliche Abweichung, Analyselauf wird beobachtet, aber nicht sofort verworfen.

  • 1-3s-Regel (Ablehnungsregel):

    Eine Kontrollmessung überschreitet ±3 Standardabweichungen.
    → Der Analyselauf gilt als nicht akzeptabel und muss überprüft werden.

  • 2-2s-Regel:

    Zwei aufeinanderfolgende Kontrollmessungen überschreiten jeweils ±2 Standardabweichungen in dieselbe Richtung.
    → Hinweis auf einen systematischen Fehler.

  • R-4s-Regel:

    Die Differenz zwischen zwei Kontrollwerten innerhalb eines Laufs beträgt mehr als 4 Standardabweichungen.
    → Hinweis auf einen zufälligen Fehler.

Bedeutung für die IQK

Westgard-Regeln sind ein zentrales Instrument der internen Qualitätskontrolle und unterstützen die objektive Bewertung von Kontrollmessungen.