Postanalytik
Die Postanalytik umfasst alle Arbeitsschritte, die nach Abschluss der eigentlichen Laboranalyse erfolgen. Sie bildet die letzte Phase des gesamten Laborprozesses und stellt sicher, dass Ergebnisse korrekt geprüft, freigegeben, dokumentiert und an die richtigen Empfänger übermittelt werden. Ziel ist es, valide und nachvollziehbare Befunde bereitzustellen, die unmittelbar in der Patientenversorgung genutzt werden können.
Bestandteile der Postanalytik
- Validierung der Ergebnisse:
Prüfung der Messergebnisse durch Fachpersonal oder automatisierte Systeme
- Freigabe:
Autorisierung des Befunds zur Weitergabe an die anfordernde Stelle
- Dokumentation:
Lückenlose Protokollierung im Laborinformationssystem (LIS)
- Befundübermittlung:
Übertragung der Ergebnisse an Arztpraxen, Kliniken oder Patientenportale
- Archivierung:
Sicherung der Daten und ggf. Proben für Nachfragen oder rechtliche Zwecke
Typische Fehlerquellen in der Postanalytik
| Fehlerursache | Mögliche Folge |
|---|---|
Fehlende Plausibilitätsprüfung | Weitergabe fehlerhafter Ergebnisse |
Verzögerte Freigabe | Zeitverlust bei der Behandlung |
Falsche Adressierung | Befunde erreichen nicht die korrekte Anlaufstelle |
Integration in den Laborworkflow
Das LIS bildet das Herzstück eines Labors, da es Daten aus verschiedenen Quellen integriert und den Informationsfluss optimiert. Von der automatisierten Analyse bis hin zur digitalen Übermittlung der Ergebnisse – ein LIS gewährleistet einen durchgängigen, effizienten Arbeitsablauf.