Labormedizin
Die Labormedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Analyse von Körperflüssigkeiten, Zellen und Geweben zur Erkennung, Überwachung und Prävention von Krankheiten beschäftigt. Sie bildet die wissenschaftliche Grundlage für viele klinische Entscheidungen und liefert einen Großteil der objektiven Befunde, die Ärzt:innen für Diagnosen und Therapien benötigen.
Aufgaben der Labormedizin
- Diagnostik:
Nachweis und Differenzierung von Erkrankungen
- Therapieüberwachung:
Kontrolle von Medikamentenspiegeln oder Krankheitsverläufen
- Prävention:
Früherkennung von Risikofaktoren, z. B. bei Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Forschung:
Entwicklung neuer Biomarker, Methoden und Testsysteme
Teilbereiche der Labormedizin
| Fachbereich | Beispiele für Analysen |
|---|---|
Klinische Chemie | Elektrolyte, Enzyme, Stoffwechselparameter |
Hämatologie | Blutbild, Gerinnungsdiagnostik |
Mikrobiologie | Bakterien-, Viren- und Pilznachweise |
Immunologie | Autoimmunerkrankungen, Allergiediagnostik |
Molekulardiagnostik | DNA-/RNA-Analysen, genetische Risikofaktoren |
Bedeutung der Labormedizin
Rund 60–70 % aller medizinischen Entscheidungen basieren auf Ergebnissen aus der Labormedizin. Sie ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung und ermöglicht evidenzbasierte Therapien, Screening-Programme sowie die individualisierte Patientenbetreuung.