Datenintegrität
Datenintegrität beschreibt die Vollständigkeit, Konsistenz und Unverfälschtheit von Informationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. In der Labordiagnostik bedeutet dies, dass Laborergebnisse jederzeit korrekt, vollständig und unverändert vorliegen müssen – von der Erfassung bis zur Archivierung.
Kernaspekte der Datenintegrität
- Korrektheit:
Ergebnisse spiegeln den tatsächlichen Messwert wider
- Vollständigkeit:
Keine fehlenden oder unvollständig übertragenen Daten
- Konsistenz:
Einheitliche Darstellung und Speicherung in allen Systemen
- Schutz vor Manipulation:
Technische und organisatorische Maßnahmen gegen unbefugte Änderungen
Maßnahmen zur Sicherung der Datenintegrität
| Maßnahme | Ziel |
|---|---|
Zugriffsrechte | Nur autorisierte Personen dürfen Änderungen vornehmen |
Audit Trails | Nachvollziehbarkeit jeder Änderung |
Validierte Systeme | Sicherstellung der korrekten Funktion aller Softwarelösungen |
Backup-Strategien | Schutz vor Datenverlust durch regelmäßige Sicherungen |
Bedeutung in der Laborpraxis
Hohe Datenintegrität ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Laborergebnisse und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z. B. DSGVO, ISO 15189). Sie ist Voraussetzung für klinische Entscheidungen und den Erhalt von Akkreditierungen.